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Barrierefreiheit, aber wie? Fragen und Antworten zu Barrierefreiheit

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Das Thema Barrierefreiheit ist oft mit Schuldgefühlen verbunden und es gibt viele Fragen, die niemand so recht stellen will. Tatsache ist jedoch, dass es nicht nur für Regierungen, sondern auch für viele Privatunternehmen von hoher Relevanz ist. Wer eine Webseite aufbaut und damit möglichst viele Leute erreichen will, muss sich zwangsläufig die Frage stellen, wie die Seite für möglichst viele Menschen zugänglich gemacht werden kann. Was muss dafür aber nun wirklich getan werden? Wie viel ist genug?

Es ist nicht so leicht die Balance zwischen dem verfügbaren Budget und dem Interesse “das Richtige” für die BesucherInnen der Seite zu tun zu finden und niemand will hier knausrig erscheinen. Dazu kommt, dass sich die Definition von “Barrierefreiheit” und die damit verbundenen Anforderungen ständig ändern. Die Regeln für das Internet als öffentlichen Ort weiten sich aus, es gilt immer mehr Bedürfnisse zu erfüllen, wofür auch immer ausgefeiltere Technik notwendig ist. Die Thematik ist verwirrend, heikel und keineswegs leicht zu handhaben. In diesem Artikel werden nun einige Fragen gestellt, die - wenn auch unangenehm - notwendig sind, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Und mit Hilfe von Experten es werden Antworten geliefert.

 

1. Sehen überhaupt irgendwelche Menschen mit eingeschränkten Fähigkeiten meine Seite an?

 

Folgefragen sind oft: “Hören taube Menschen Podcasts?” oder “Schauen blinde Menschen Webvideos an?” Die eindeutige Antwort darauf ist JA! Fast jeder dritte Österreicher weist laut einem Bericht der Statistik Austria mindestens eine körperliche Beeinträchtigung auf. 456.000 Personen (6,4 Prozent) sind hörbeeinträchtigt, 9.100 davon sind völlig taub. EU-weit sind es annähernd eine Million. Völlig Blinde gibt es allein in Österreich 4.600, über 40% der Bevölkerung weisen eine Sehbeeinträchtigung auf. Mehr als 50% der Menschen mit einer Seh- oder Gerhörbehinderung geben von sich an, das Internet häufig zu verwenden. An diesen Zahlen sieht man, dass die Zahl an körperlich beeinträchtigten Personen im Web nicht unbeachtlich ist. All diese Menschen profitieren von barrefreiem Zugang, ebenso wie Ihr Unternehmen, das dadurch an Webkundschaft gewinnt.

 

2. Was muss aller mindestens berücksichtigt werden, um eine “barrierefreie” Webseite zu gestalten?

 

Das kommt natürlich darauf an, wer hinter der betreffenden Webseite steht. Für Regierungen und öffentliche Institutionen gilt, dass ihre Webseiten für Menschen mit Beeinträchtigungen zugänglich sein müssen. Die meisten Unternehmen aus dem privatwirtschaftlichen Seektor sind nicht an diese Bestimmungen gebunden. Einige halten sich dennoch daran, zu einem guten Teil deshalb um den unglaublich loyalen Markt an Menschen mit eingschränkten Fähigkeiten an sich zu binden. Ein gutes Beispiel dafür ist Hulu. (http://www.hulu.com/) Nachdem sich Hulu dazu verpflichtet hat, seine Videos mit Untertiteln zu versehen, wurde die Webseite des Unternehmens zur Nummer eins für Videos für taube und gehörbeeinträchtigte Personen. Als nächster Schritt wurde eine Funktion integriert, mit der alle Untertitel durchsucht werden können.
Wenn Sie also eine öffentliche Einrichtung oder ein Unternehmen sind, dass die Loyalität der nicht unbeachtlichen Anzahl an Personen mit eingeschränkten Fähigkeiten gewinnen will, sollten Sie Barrierefreiheit auf jeden Fall in Ihre Pläne miteinbeziehen.

Als Ausgangsrichtlinie können Sie sich an folgenden 8 Punkten orientieren, die auf allen Seiten Ihrer Homepage berücksichtigt werden müssen:

1. Haben alle Bilder und Graphiken einen alternativen Text?
  • Wenn es sich um ein aktives Bild handelt (Link, Button, Area), ist der alternive Text die Funktion des Bildes.
  • Wenn das Bild nicht aktiv ist, aber Informationen enthält, enthält der Alternativtext dieselbe Information.
  • Wenn das Bild redundant ist oder keine Information enthält, verwenden Sie als Textalternative alt=””.
  • Wenn das Bild aus Text besteht, dann sollte der Alternativtext (normalerweise) derselbe Text sein.
2. Bietet Ihre Seite Skipnavigation?
  • Ermöglichen Sie es dem User/ der Userin zum Hauptinhalt der Seite gelangen zu können, ohne erst unnötige Information anhören oder ansehen zu müssen.
3. Verwenden Sie Seitentitel und Überschriften für die verschiedenen Teilbereiche?
4. Sind eventuell vorhandene Image Maps barrierefrei?
  • Gehen Sie sicher, dass alle Bereiche aussagekräftige, alternative Tags haben.
5. Sind die verwendeten Formulare in einer nicht diskriminierenden Form zugänglich?
  • Der fragende Text sollte der Bedienung des Formulares einfach und logisch zugeordnet werden können. (örtliche Nähe, Labels, Titel)
  • JavaScript Trigger sollten idealerweise auch ohne Maus funktionieren.
6. Sind die vorhandenen Tabellen barrierefrei zugänglich?
  • Verwenden Sie eine Zusammenfassung und/oder Tabellenüberschrift, welche die Aussage der Tabelle kurz beschreibt.
  • Erhöhen Sie die Kopfzellen der Tabelle (außer für das Layout)
7. Verliert die Seite ohne JavaScript an Information oder Funktionalität?
8. Ist Multimedia, Audio und Video barrierefrei zugänglich?

 

3. Was passiert, wenn ich diese Anpassungen durchführe und sich dann die Regelungen ändern? Was muss beachtet werden?

 

Das ist durchaus eine berechtigte Frage. Die Gesetze bezüglich Barrierefreiheit ändern sich laufend und jedes Jahr richtet sich der Fokus mehr auf Web und Handys. Was also tun? Eine generelle Daumenregel ist: Anforderungen an barrierefreien Zugang offline werden früher oder später auch für den Onlinebereich relevant und danach auch für Mobiltelefone. Jedes Gesetz, das gewährleisten soll, dass Menschen mit eingeschränkten Fähigkeiten Fernsehen, Radio und Multimedia verwenden können: die Teilnahme an telefonischer Kommunikation, der Zugang zu Information und das Ausfüllen von Formularen sind Funktionen, die voraussichtlich bald für den Rest der Bevölkerung möglich sein wird.

 

4. Barrierefreiheit ist nicht gratis. Wie kann ich Kosten sparen, ohne dabei die Qualität zu gefährden?

 

Unserer Meinung nach ist Open Source eine Möglichkeit, über die es sich in diesem Zusammenhang jedenfalls nachzudenken lohnt. Sehen Sie sich OpenPublic genauer an, eine Drupal-Distribution, die speziell entwickelt wurde, um die spezifischen Anforderungen an Regeirungswebseiten besser erfüllen zu können. Barrierefreier Zugang kann voll automatisch in ein Produkt integriert werden. Ebenso wie sich das Design von Seiten verändert, verschiedene Funktionen immer wieder Veränderungen benötigen und Inhalt hinzugefügt wird, ist auch die Verpflichtung Ihrer Organisation oder Firma zur Einhaltung und Beibehlatung von Barierefreiheitsstandards ein wichtiger Apekt, der bei der Wartung der Seite berücksichtigt werden und in die Budgetplanung miteinbezogen werden muss.

 

5. Wie kann ich sicher gehen, dass ich "Barrierefreiheit" richtig angehe?

Glücklicherweise gibt es reichlich Informationen, die Ihnen dabei helfen diese Frage zu beantworten. Hier einige hilfreiche Links:

Schließlich sollte bedacht werden, dass das “Einhalten” von Barrierefreiheitsstandards nicht so sehr als das Einhalten lästiger Pflichtne zu sehen ist, denn als Chance. Organisationen und Unternehmen geben jährlich hunderte Millionen Euros für Werbe- und Marketingmaßnahmen aus um die verschiedensten Bevölkerungsgruppen zu erreichen. Ist es da nicht auch sinnvoll, die nicht unbeachtliche Anzahl an Personen mit eingschränkten Fähigkeiten als potente Zielgruppe ins Auge zu fassen? Es geht um weit mehr als Personen, die Hilfe und Nichtdiskrimination verdienen, es handelt sich um eine echte Marktchance!

Siehe auch den Blogeintrag http://segments.at/was-bedeutet-barrierefreie-webseite

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