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Einsatz von Drupal für Government 2.0 Projekte

Anlässlich des Government 2.0 Camps in Berlin haben wir eine Präsentation zu Government 2.0 Projekten vorbereitet. Bei den zahlreichen Gesprächen und der Präsentation haben wir auch eine Vorschau auf das Projekt OpenPublic geboten, welches von Phase2 Technology mit Unterstützung von Segments entwickelt wird.
 

 

 

New York Senate

Ein prominentes Beispiel für eine erfolgreich Open Government Website ist die des New York Senate, die hier im Anschluss kurz vorgestellt wird.
Eine kurze Übersicht über das Projekt:

  • Projekt: New York Senate Website
  • Organisation: New York  Senate
  • Branche: Regierung
  • Verwendete Software: Drupal Open Source
  • Auftragnehmer: Acquia
  • Service: Beratung, Hosting, Support, Fernverwaltung

 

Hintergrund

Der New York Senat hat heute 62 Mitglieder. Seit der Wahl 2009 liegt die Stimmenmehrheit mit 32 zu 30 bei den Demokraten. Mit dem Regierungswechsel nach den Wahlen ging vor allem auch ein neuer Internetauftritt einher.
Eines der Motive waren die in der Bevölkerung wahrgenommene Intransparenz und Verantwortlichkeit sowie der Vorwurf der Korruption gegenüber Senatsabgeordneten. Mit einer transparenteren und interaktiveren Internetpräsenz sollte die  Beziehung zwischen Senat und Wählerschaft verbessert werden.  Die Überarbeitung des Onlineauftritts zu einer Schlüsselinitiative ihres Programms.

Die besonderen Herausforderungen bei dem Projekt

Die ehemalige Seite bestand hauptsächlich aus einer Reihe von statischen Broschüren-Texten, die ohne echtes CMS programmiert worden waren. Das höchste Maß an dynamischen Elementen war ein Link zu einem externen Stream einiger Geschehnisse im Senats. Wegen der statischen Natur und den geringen inhaltlichen Qualitäten war die Seite für die Bevölkerung nicht besonders interessant. Es gab keinerlei Informationen über die die Regierungskomitees oder laufende Regierungstätigkeiten. Einzelne Senatoren hatten ihre eigene Website, die aber nicht mit der Hauptseite des Senats assoziiert war. Es gab auch keine klaren Standards, wie die Website eines Senators verwendet sollte - und wie nicht, was insgesamt zu einer Verschleierung der Politik führte.

In gewisser Weise spiegelten die Probleme der vormaligen Website die Probleme und Beschwerden über den Senat im Gesamten wider. Die Kommunikation war dürftig, unidirektional und für die meisten WählerInnen nicht zugänglich.

Durch den Wechsel der Parteienmehrheit ergab sich auch  einige logistische Herausforderung. Zusätzlich zum Tausch der gewählten Abgeordneten wechselten auch 1.300 Mitarbeiter. Diese Situation versetzte in die neue Regierung in die Lage, beim Launch  der Webseite schnell arbeiten zu müssen, um Unterbrechungen in den Regierungsabläufen möglichst zu vermeiden und gleichzeitig bestehende Institutionen nicht zu gefährden. Ein erfolgreicher Abschluss des Projekts ohne Fehlstart war unbedingt erforderlich. Ein gescheiterter Versuch wäre schlimmer gewesen als gar nichts zu tun.

Sorgfältige Planung:

Berater der Sunlight Foundation, einer NPO, die sich für die Schaffung von mehr Transparenz in der Regierung einsetzt, arbeiteten mit technischen Experten zusammen, um die bestehende Seite zu bewerten und einen Aktionsplan auszuarbeiten. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit war der Vorschlag, die statische Seite durch eine Plattform zu ersetzen, die Kommunikation in zwei Richtungen ermöglichen soll. Sie erkannten die Notwendigkeit einer Schnittstelle, die auch nicht-technischen UserInnen erlaubt als registrierte Mitglieder Inhalte beizutragen und mitzugestalten, sowohl  Senatsmitgliedern, MitarbeiterInnen und die WählerInnen. Es wurde weiter beschlossen,  einen mit der Software vertrauten Techniker zu beschäftigen und  einen  CIO (Chief Information Officer - Leiter für Informationstechnologie) zu rekrutieren,  um eine schnelle und problemlose Implementierung zu gewährleisten.

Strategiepolitische Überlegungen

Das Gelingen der Seite stand direkt in Zusammenhang mit den darauf beruhenden politischen Folgen. Die Planung der neuen Seite begann bei der Planung geeigneter politischer Strategien. Die Planung betraf also weit mehr als nur die technischen Überlegungen.

Verhaltensregeln für Senatoren

Ein anderer wichtiger Punkt von Belang waren die Verhaltensregeln, wie die Senatoren die Inhaltsbereiche verwenden sollten, die speziell ihnen gewidmet waren. Unter dem alten Paradigma hatten die Senatoren ihre Seite extern gehostet, wo sie die Berechtigung hatten, jegliche für sie interessante Inhalte zu posten. Die Strategie der neuen Seite erforderte es, die Seiten der Senatoren auf Drupal umzustellen, sodass sie besser integriert und zentral unterstützt werden könnten. Es wurden Maßnahmen gesetzt, die sichern sollten, dass die Senatoren ihre Microsites auch tatsächlich für sachmäßige Regierungszwecke nutzen würden und nicht für unangebrachte Kampagnenführung wie z.B. Marketing Umfragen für Kampagnenunterstützung.

Freigabe von Inhalten?

Da die Seite so viele neue Funktionalitäten einführen sollte, waren Risiken damit verbunden, wie die Informationen geteilt werden sollten. Eine der ersten Entscheidungen, die zu treffen war, war wie die Intellectual Property Rights (intellektuellen Eigentumsrechte) von den Leuten gewährt werden sollten, die Inhalte publizieren würden. Es wurde schließlich entschieden, die Creative Commons Lizensierung zu verwenden, um alle Inhalte offen und kostenfrei halten zu können. Das war Teil der größeren Verpflichtung, jegliche Geheimhaltung und Eigentum von allen auf der Seite geposteten Inhalten zu nehmen.

Authentifizierung von Usern

Die Entwicklung von Maßnahmen betraf auch andere Themen wie etwa die Authentifizierung von rechtmäßig registrierten Wählern, speziell in Bereichen, wo die über bestimmte Themen abgestimmt und diskutiert werden kann.

Die sorgfältigen Überlegungen, die im Zuge der Errichtung der Seite angestellt wurden, haben sich ausgezahlt. Heute ist die Webseite des Senats von New York eine der besten Regierungssites der Vereinigten Staaten. Die Maßnahmen zur Umsetzung und auch die Software werden von anderen Regierungseinheiten eingesetzt.
 

Open Source, Drupal und Acquia

Mit der geplanten Seite sollte unter anderem die echt-zeit Dokumentation von Komiteeaktivitäten für mehr Transparenz sorgen und die Wähler sollten die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen und zu einzelnen Themen Feedback abzugeben. Um einen entsprechenden  Web 2.0 Standard an Interaktivität gewährleisten zu können, empfahlen die Berater die Verwendung der Drupal Open Software.

Acquia

Acquia unterstützt Organisationen jeder Größenordnung, die Social Publishing Websites erstellen wollen und dabei die Vorteile von Drupal nutzen wollen. Die angebotenen Produkte und Dienstleistungen ermöglichen es Unternehmen die Stärke, technische Innovation und wirtschaftlichen Wert von Drupal zu nutzen, die gesamte Erfahrung wird vereinfacht, die Komplexität reduziert und das Risiko minimiert. Auf der Homepage von Acquia stehen weitere Informationen zur Verfügung.)

Der Senat hatte, was im öffentlichen Sektor gegenüber Open Source Software häufig der Fall ist, Bedenken bezüglich der Zuverlässigkeit und Betriebssicherheit. Allerdings wurde bald entschlossen, dass die Vorteile von Open Source Software überwiegen. Um die Zuverlässigkeit der Seite zu maximieren und die Vorteile der Partizipation in der Drupal Gemeinschaft voll nutzen zu können, wurde dem Beispiel von bereits existierender Regierungswebsites, die Drupal verwendeten gefolgt.

Drupal

Open Source Software wie Drupal, mit der die NYSenate.gov Seite erstellt wurde, zeichnet sich durch eine große, lebendige Community aus. Das Ergebnis dieser Gemeinschaft an Entwicklern ist, dass Open Source Plattformen ein unübertroffenes Maß an Innovation aufweisen. Durch die Abwesenheit von Lizenzkosten können die Preise niedriger gehalten werden und die Flexibilität für kreative Investitionen wird gefördert. Traditionsgemäß ist eine der größten Herausforderungen betreffend Open Source der Support. Es gibt jedoch Unternehmen, die darum bemüht isnd, dieses Hindernis für Unternehmen aus dem Weg zu schaffen, ernsthaft mit Drupal arbeiten wollen.
Acquia ist eines dieser Unternehmen, es bietet Unterstützung für Open Source Drupal. Das Unternehmen stellt Beratung, Hosting, technischen Support und Verwaltung zur Verfügung.

Das Ergebnis:

NYSenate.org unterscheidet sich grundlegend von ihrer Vorgängerseite. Der Inhalt ist gut organisiert, gut sichtbar und erschöpfend. Während die vorige Mehrheit im Senat nicht aktiv die Partizipation der Bürger angeregt hat, ist heute das deutliche  Engagement vorhanden, die Wähler zu erreichen und die Drupal basierte Website ist ein wichtiger Teil dieser Bestrebung. Alle vom Senat ausgehenden Aktivitäten und Komitees werden sorgfältig dokumentiert und die gesamten Daten von Administration und Regierung des Senats werden veröffentlich und zwar so, dass sie leicht gefunden werden können. User können Input und Feedback anbringen und auch Senatoren direkt kontaktieren.

Tags

Design und Look der Seite wurden mit einer 3rd Party Lösung erreicht. Da sowohl die Senatoren, als auch das Personal und die Wählerschaft Inhalte beisteuern können, sind verschiedene Usertypen mit jeweils unterschiedlichen Berechtigungen erforderlich. Der Plan, die Inhalte zu identifizieren und auszuzeichnen wurde ausgearbeitet, damit die User leichter verwandte Inhalte von Komitees, Senatoren und Gesetzesentwürfen finden können. Das ist deshalb von Vorteil, weil die BesucherInnen einer Seite oft gar nicht wissen, was sie alles nicht wissen. Wenn verwandte und ähnliche Informationen angezeigt werden, ohne dass explizit danach gesucht werden muss, ist das für die meisten viel hilfreicher.

Module

Das Modul Drupal Views wird stark genutzt um senatorenspezifische bzw. komiteespezifische Microseiten anzuzeigen. Insgesamt verwendet NYSenate.gov über 20 maßgefertigte Module und mehr als 100 contributed Modules. Das Senats Web Team hat auch die extra angefertigten Module an Drupal weitergegeben. (http://drupal.org/project/nyss).

Aktive Partizipation der Bürger und Bürgerinnen

Eine der besten Indikatoren für die Auswirkungen der neuen Seite war eine kürzliche Debatte über die Gesetzgebung bezüglich der Gleichbehandlung bei Hochzeiten. Sowohl New York als auch New Jersey haben über das umstrittene Thema diskutiert. Der New York Senate hat das Ereignis live gestreamt, inklusive Ansprachen von Senatoren, und online zum Download angeboten. Mehr als 15.000 Leute haben die Debatte live online angesehen und einzelne Ansprachen wurden sogar noch öfter angeschaut. Dadurch hat das Thema große Aufmerksamkeit in den lokalen und nationalen Medien erhalten. Einige Wochen später fand die gleiche Debatte in New Jersey statt. Ohne entsprechende Werkzeuge zum aufmerksam Machen, ging die Debatte vorbei, ohne weiteres öffentliche Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Live Events sind mittlerweile ein sehr aktiver und sichtbarer Teil des Regierungsprozesses geworden. Mittels Streaming und archiviertem Bildmaterial, online Gemeindehallen, Mailing-Listen und der Möglichkeit Inhalte via Social Networks wieder zu veröffentlichen. Die Online Präsenz des New York Senats ist heute offensichtlich  und interaktiv.

Ausblick

Das Web Team des NYSenate.gov ist weiterhin damit beschäftigt Online-Innovationen zu erforschen und zu implementieren. Dank der modularen Architektur von Drupal und der lebendigen Gemeinschaft an Entwicklern werden ständig neue Features erarbeitet und verfeinert. Derzeit wird eine neue Crowdsourcing-Strategie des Senats vorangetrieben, die darauf beruht, dass die besten Ideen oft von den Wählern selbst kommen.
Drupal ist das Ergebnis einer sehr aktiven Gemeinschaft, die gut dazu passt, wie der Senat die Zusammenarbeit mit der Wählerschaft sieht. Das Wegfallen von Lizenzkosten kommt den begrenzten Ressourcen der SteuerzahlerInnen entgegen.

Andere Beispiele:
Open Source wurde auch erfolgreich für andere Government Websites eingesetzt:
Frankreich (Bild)
Weißes Haus (Bild)
weitere Projekte zu sehen auf www.egov20.eu
 

Weltbank

Auf der Seite der Weltbank gibt es eine eigene Sparte “Daten”, in der eine Vielzahl an statistischen Daten frei zugänglich sind. Damit soll dem stetig steigenden Bedarf von qualitativ hochwertigen Daten entsprochen werden.

Das Ziel ist es, allen Usern einen besseren Zugang zu Weltbank Daten zu ermöglichen. Die Weltbank hat erkannt, dass Transparenz ein wichtiger Faktor für den Entwicklungsprozess und die Bekämpfung von Armut ist, was zu unterstützen die erklärte Aufgabe der Weltbank ist.

Die Institution stellt ein umfassendes Set an Daten über Entwicklung in Ländern auf der ganzen Welt online zur Verfügung - frei zugänglich für alle, die sich dafür Interesseiren.
Der Zugang zu solchen Daten soll politische Entscheidungsträger und Interessensvertretungen dabei unterstützen, qualifizierte Entscheidungen auf der Grundlage besserer  Information zu treffen. Politische Maßnahmen können so treffsicherer gesetzt werden. Die Daten helfen auch Journalisten, Akademikern und anderen Personen bei Recherchearbeiten ein breites Verständnis für globale Themen wird gefördert.

Die Funktionen:

Das Angebot an Daten umfasst verschiedene Themen, die relevant für den globalen Entwicklungsprozess sind. Die grobe Einteilung ist Gesundheit, Bildung, Umwelt sowie Wirtschaftspolitik und Staatsverschuldung. Die verfügbaren Daten sind so organisiert und strukturiert, dass User möglichst schnell finden können, wonach sie suchen. So können die Daten entweder nach Ländern, nach Themen oder nach Indikatoren für Entwicklung (World Development Indicators) eingeteilt werden.

Neue Features:

Seit Kurzem bietet die data.worldbank.org Seite eine Reihe neuer Features, die sowohl die Vielfalt der Daten als auch den Umgang mit den Daten für die User verbessert. Teile der Neuerung sind ein verbesserter Datenkatalog, die Möglichkeit, eigene Karten und Tabellen zu erstellen und eingebettete Widgets für Grafiken.

Im Zuge der Neuerungen wurde die Menge der Daten auf der Website verdreifacht, besonders i Bereich der Entwicklungsindikatoren.

Der Datenkatalog wurde überarbeitet und enthält nun mehr Datensets, zudem wurde die Beschreibung der einzelnen Sets verbessert.

Landkarten und dynamische Grafiken

Daten können in Landkarten als Punkte oder farbigen Schattierungsgraden angezeigt werden

Es können auch eigene Grafiken erstellt werden, in denen die Indikatoren, wie z.B. Länder, Regionen und Einkommensgruppen, selbst bestimmt werden können.
 

Widgets

Alle Abbildungen wie Karten, Tabellen oder Grafiken sind mit Widgets versehen. So können dargestellte Daten schnell und einfach in persönliche Websites transferiert werden.

Die data.worldbank.org Seite wurde mit Drupal gemacht. Die eigens dafür entwickelte Software steht unter http://drupal.org/project/wbapi nun ebenfalls als freie Software zur Verfügung.

World Bank API

Ein wichtiges von Drupal erarbeitetes Modul ist die World Bank API. Das ist eine Anwendung für Suchanfragen, mit der alle verfügbaren Daten nach verschiedenen Parametern abgefragt werden können. Die unterstützten Argumente werden bei einer Anfrage herangezogen und selbständig formatiert, die GET Anfrage wird zum API Server gesandt. Das Ergebnis kommt als PHP Matrix zurück.

data.gov.uk

data.gov.uk wurde 2010 gelaunched und stellt umfassendes Datenmaterial an lokalen und internationalen Daten frei zugänglich zur Verfügung. Wichtige Punkte bei der Entwicklung der Seite waren, dass die Daten leicht zu finden, leicht zu erhalten und leicht weiterzuverwenden waren. Die Veröffentlichung von Regierungsdaten sollte mit den Public Data Principles konform gehen und für eine Verbesserung der Transparenz beitragen.

An der Errichtung der Seite war ein Expertenteam des Transparency Boards der Regierung beteiligt sowie der Erfinder des WWW Sir Tim-Berners Lee und Nigel Shadbolt, Professor an der University of Southampton als Berater. Weiters waren auch verschiedene technische Partner, wie auch das CKAN beteiligt. Das Comprehensive Knowledge Archive Network (gegründet von der Open Knowledge Foundation) fungiert als Lagerort für den Datenkatalog der data.gov.uk Seite, sowie auch von immer mehr anderen Open Data Projekten weltweit.

Die Aspekte der Gemeinschaft und die Verwendung offener Standards, Open Source und Open Data waren wichtige Grundsätze bei der Entwicklung der Seite. Deshalb wurde als Software Drupal Open Source gewählt.

Funktionen:

Die einzelnen Datensets sind in einem Datenkatalog angeordnet und mit Tags versehen, sodass die Suche mit Schlagwörtern zu guten Ergebnissen führt. Beim Browsen kann entweder nach Herausgeber oder nach Land gebrowst werden.
 

Open Public

Open Public ist eine Open Source Lösungen speziell zur Verbesserung für die Web Performance von Regierungen.

In den letzten Jahren sind immer mehr Regierungswebsites erstellt worden, die in Richtung Open Government gehen. Die Ziele dabei sind:

  • Verbesserung des Bürgerservice
  • Öffentlicher Zugang zu Daten
  • Öffentliches Forum für Kommunikation in zwei Richtungen

Firmengeschützte/ Propietäre Software stieß bei der Erfüllung dieser Anforderungen bisher immer wieder an Grenzen, da zu wenig Raum für Innovation und Partizipation geboten wird.
Die Probleme mit eigentumsgeschützter Software sind:

  • Teure Entwicklung, die aus Steuermitteln finanziert werden muss
  • Anbieter Lock-in: laufende Kosten oder Lizenzgebühren gehen immer an den einen Anbieter
  • Wenig Flexibilität und Weiterentwicklung
  • Keine Testmöglichkeiten ohne feste Auftragszusage
  • Beschränkte oder keine weitere Hilfestellungen nach Auftragserfüllung

Open Source Software bietet sich daher für Regierungen an, vielleicht mehr als in jedem anderen Sektor. Die Vorteile von Open Source für Regierungs-Web Sites:

  • Innovationsbenefits durch Community
  • Flexibilität
  • Kostengünstiger als kommerzielle Lösungen (was dem derzeitig sehr hohen Budgetdruck entgegen kommt)
  • schnell Umsetzbar (da schon fertig entwickelte Module zur Verfügung stehen und die Entwicklungskosten sowie Zeit nicht jedesmal neu investiert werden muss)

Die speziellen Anforderungen an eine Government Website:
Regierungswebsites müssen bestimmte Kriterien erfüllen, die oft gesetzlich vorgeschrieben sind. Für die meisten Web-Seiten im öffentlichen Sektor gelten sehr ähnliche Bestimmungen, weshalb es auch sinnvoll ist, eine Software zu entwickeln, die sich an eben diesen orientiert.

  • Offener Zugang zu Informationen
  • Aktensicherheit: Anforderungen für den Erhalt von Akten
  • Barrierefreiheit: Zugänglichkeit für körperlich und intellektuell eingeschränkte Personen
  • Einschränkung der Papierarbeit: Ablage, Archivierung und Unterschriften elektronisch
  • Sicherheitsbestimmungen: Datensicherheit, Miteinbezug der Landessicherheit, User Management Systeme zur Erhaltung einer vertraulichen und entsprechenden Befehlskette
     

Open Public

Open Public ist eine Drupal Version, die speziell für den Bedarf von Open Government Projekten entwickelt wurde.

Seit Ende 2008 hat ein Team aus Government Web Experten und Open Source Entwicklern zusammen an einer Lösung gearbeitet, die eben genannten Anforderungen entspricht und eine neue Open Source Software speziell für die Anwendung im öffentlichen Sektor erarbeitet.
Existierende Drupal-Lösungen wurden nach bereits existierenden brauchbaren Elementen durchsucht und gleichzeitig wurde analysiert, wo noch Verbesserungsbedarf besteht. Langfristig soll die Bibliothek an Drupal Anwendungen immer mehr auf die speziellen Bedürfnisse des öffentlichen Sektors ausgeweitet werden.
Die Community wurde eingeladen sich zu beteiligen und auch weiterhin an Funktionen zu arbeiten, die noch gebraucht werden oder deren Bedarf sich mit der Zeit erst ergeben wird.
So wurde Open Public als Open Source Lösung geschaffen, sozusagen als öffentliche Dienstleistung

Es wurde damit auch ein Markt geschaffen, auf dem viele Verkäufer zusätzliche Leistungen wie Implementierung, Integration, Design, Kundenanpassung, Training, Support oder Hosting anbieten können.

Funktionen, die eine Open Public Government Webseite bieten kann:

  • Datensets
  • Datenabbildung: klare und zweckmäßige Darstellung der Daten mit dem Fokus auf die Bürger
  • Darstellung der Institution und der Personen: Regierungsziele, Plan zur Erreichung, Personen, die an der Umsetzung beteiligt sind
  • Theming: Farben, Grafiken und Theming-Elemente, die die spezifische Message der Institution transportieren
  • Menüs und Navigation: einfach verständliche und zugängliche Menüs, so dass Infos schnell und einfach gefunden werden können
  • Möglichkeiten für Feedback und Mitsprache: ausgestattet mit Sicherheitstechnologie, damit Bürger sich einschalten können, ohne sich zu kompromittieren
  • Semantische Metadaten: Verwendung von Semantic Web, so können Inhalte mit relevanten Tags versehen werden und verwandte Inhalte werden automatisch angezeigt
  • Barrierefreiheit für Menschen mit eingeschränkten Fähigkeiten werden ebenfalls Zugang zu der Website haben

Der geplante Release von Open Public 1.0 ist Jänner nächsten Jahres.
 

egov20.eu

egov20.eu ist eine Plattform, auf der verschiedene Inhalte und Informationen zum Thema E-Government präsentiert und diskutiert werden können.

Es gibt einen Bereich, in dem existierende Government-Webseiten und aktuelle Projekte vorgestellt werden.

Im Bereich “Lösungen” finden sich Software Applikationen, die das Errichten von Government Websites erleichtern.

In einem Blog werden aktuelle Themen und Neuigkeiten mitgeteilt.

Interessierte User können sich Anmelden und selbst ihr Wissen, ihre Erfahrungen und Fragen online stellen.

Ziel der Seite ist es, den Informationsfluss zu erhöhen, den Austausch von Erfahrungen und Best Practices zu erleichtern und insgesamt die Vorteile der Open Source Gemeinschaft zu verstärken.

 

Original: Einsatz von Drupal für Government 2.0 Projekte auf www.segments.at 

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