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Drupal als neuer Gov 2.0 Site Builder

Jeff Walpole von Phase2 Technology hat in "Five Government Sites Using Drupal Effectively for Open Government Initiatives" darüber geschrieben, wie Drupal für fünf der erfolgreichsten Open Government Seiten verwendet worden ist. Hier möchten wir zeigen, dass Drupal derzeit die intelligenteste Gov 2.0-Lösung ist und vielleicht bald standardmäßig für Open Government Itiativen eingesetzt werden wird.

Drupal sticht gerade durch jene Qualitäten hervor, die wir in dem Bereich Open Government suchen: Transparenz, Verantwortlichkeit, Effizienz, Zusammenarbeit und Partizipation. Daher ist es sowohl ein geeignetes Werkzeug für die technische Umsetzung als auch ideologisch passend. Die Open Source Wurzeln, die transparente Community und der von vornherein soziale Zugang zu Inhaltsverwaltung machen es zu einer angemessenen Wahl für Open Government Seiten. Die meisten der fünf genannten Qualitäten fehlen bei vielen Open Government Bestrebungen und diese bei Regierungen durchzusetzen ist genau das, worum es bei der gov 2.0 Bewegung hauptsächlich geht. Im Folgenden ist zu lesen, wie Drupal jede einzelne davon bedient.
 

Transparenz

Stellen Sie sich vor, der Direktor eines kommerziellen Softwareunternehmens betitelt seine Ansprache auf der jährlichen Konferenz mit den Worten: „Warum ich unser Produkt hasse.“ Eine erfrischende Vorstellung, nicht wahr? Wäre das nicht eine großartige Chance einen ehrlichen Blick darauf zu werfen, was nicht so gut funktioniert? Bei der Drupalcon Konferenz in DC letztes Jahr hat der Drupal Entwickler und Mitwirkende in der Drupalgemeinschaft James Walker tatsächlich eine Session so betitelt: „Warum ich Drupal hasse“.

Das ist es, was ich an Open Source am meisten mag. Unabhängig von Unternehmenslinien kann die Community spontan die Stärken und Schwächen untersuchen, Kurskorrekturen vornehmen – und das öffentlich und jederzeit. Hier ist die Seitenleiste an Aktivitäten, wie sie heute auf Drupal.org zu finden ist:

drupaltoolbar.png

Beachten Sie, wie die einzelnen Belange und Bugs öffentlich und für alle sichtbar behandelt werden. Dieser offene Prozess und die Selbstkorrektur führen zu einer besseren Software und besseren Implementierungen, die den speziellen Bedürfnissen der Drupal User entsprechen.
 

Verantwortlichkeit

Drupal ist in höchstem Grade verantwortlich dafür, was es als Technologie ist und was nicht. Es ist dafür da, von allen genutzt zu werden - und zwar Barrierefrei; Sie können es noch heute herunterladen und herausfinden, ob es den Ansprüchen Ihres Unternehmens genügt. Ja, es gibt Marketing und Propaganda für Drupal ebenso wie für kommerzielle Produkte, aber die Community und die Technologie sind ganz konkret selbst dafür verantwortlich. Entweder Sie entscheiden sich dafür, Drupal zu verwenden und einen Weg zu finden, um die Dinge, die Sie nicht mögen, herum zu arbeiten (oder sie zu verbessern) oder Sie lassen es.

Das erscheint ziemlich simpel, war aber bei Software nicht immer der Fall. Social Publishing ist, da die Wünsche eines jeden Stakeholders einer Firma entsprochen werden müssen, eine tiefgreifend schwierigere Herausforderung. Das ist deshalb so, weil Mängel nicht mehr von den Usern versteckt werden können, wenn das System einmal offen ist. Bisher war eine Panne im Back Office das Problem der Firma und für Stakeholder nicht sichtbar.
 

Effizienz

Effizienz kann unterschiedlich gemessen werden, für IT-Regierungsprojekte zählen vor allem zwei Kriterien: Kosten und Zeit. Natürlich ist freie Software oberflächlich betrachtet kostengünstig, allerdings gibt es den Einwand, dass oft auch verborgene Kosten anfallen. Solange Software nicht gratis implementiert werden kann, schneidet Drupal gegenüber kommerziellen Alternativen und handelsüblichen Optionen deutlich besser ab. Acquia, ein Unternehmen, das Drupal-Support anbietet, hat früher in diesem Jahr ein White Paper mit dem Titel TCO for Open Source Social Publishing: Going Beyond Social Business Software herausgebracht. Es enthält reichlich Anhaltspunkte für die Kostenvorteile von Drupal. In der heutigen, sehr Budget-bedachten Zeit, angesichts von Bank Rettungsaktionen und explodierenden Staatsschulden ist es für Regierungen schwer, die Verwendung von teureren Lösungen zu argumentieren.

Ein deutliches Zeichen für die Effizienz von Drupal ist die rasche Implementierung, die anstatt über Jahre hinweg nur in wenigen Monaten durchführbar ist. Erfahrung und Fachkompetenz mit dem System sind erforderlich, aber für Regierungen ist es nichts Neues, sich in einem Lernprozess zu befinden. Sowohl Regierungsangestellte als auch Auftragnehmer haben in der Vergangenheit Seminare besucht um Oracle, Sharepoint, .Net und dutzende anderer kommerzieller Technologien zu lernen. Warum also nicht auch für Drupal? In dem Maße, in dem die Anzahl der Implementierer und Berater im Regierungsbereich wächst, wird auch die Vertrautheit mit der Entwicklung und dem Support nach und nach wachsen und der Lernaufwand abnehmen. Die dreijährigen Implementierungsprojekte für Regierungen könnten mit dem Einsatz von Drupal schon bald der Vergangenheit angehören.
 

Zusammenarbeit

In der Drupalgemeinschaft konnten wir bereits die solide Entwicklung von Modulen und Branchenlösungen für das Verlagswesen, höhere Bildungseinrichtungen, Non Profit Organisationen und Unternehmens-Webseiten mitgestalten und beobachten. Indem Drupal zunehmend für Regierungsprojekte verwendet wird, passt sich das System im Vergleich zu kommerziellen Anbietern immer schneller an die spezifischen Bedürfnisse dieses Marktplatzes an, weil beim Lösen von Problemen naturgemäß auf Zusammenarbeit gesetzt wird. Das heißt auch, dass die dynamische Gemeinschaft die speziellen Schwierigkeiten bei Softwarelösungen für Regierungen umschiffen können wird. Der Impelmentierungsaufwand für Regierungen ist enorm und anders als bei geschützter Software arbeitet die Drupal-Gemeinschaft selbst daran, den Bedürfnissen des Marktes zu entsprechen und notwendige Änderungen vorzunehmen.

Drupal wurde ursprünglich als Tool für Zusammenarbeit entwickelt. Als solches weist es eine Architektur auf, die dafür konzipiert ist, individuellen Benutzern das Hinzufügen, kommentieren und Verlinken von Inhalt zu erlauben. Dieses Modell ermöglichte es Drupal, eine führende Stellung in der web 2.0 Bewegung einzunehmen, während kommerzielle CMS Produkte mit dem Problem kämpfen, das Engagement von Endnutzern in ihre Systeme aufzunehmen. Natürlich stehen Tools, welche den Dialog mit Endnutzern fördern, auch starken Gegenkräften entgegen, die gerade auf Regierungsseiten von großer Bedeutung sind: Transparenz vs. Sicherheit, Partizipation vs. Datenschutz etc. Das heißt, Drupal ist ohne weitere Anpassung vielleicht nicht für alle Regierungsseiten optimal geeignet. Sicherlich aber sind die Konzepte eher gut durchkonzipiert als nachträglich verbessert. Um die richtige Balance zu finden erfordert somit Wissen und Erfahrung.
 

Partizipation

Partizipation als Ziel für Open Government bedeutet aus technischer Sicht die Überwindung mehrerer Hindernisse, vor allem in Bezug auf den Prozess und die Kultur. Durch Open Source Communities können wir einiges über Partizipation lernen. Drupal ist bei weitem nicht die größte Open Source Gemeinschaft, dennoch zählte das Projekt Ende 2009 bereits 611.000 Mitglieder auf Drupal.org, 250.000 Downloads pro Monat, 400.000 Drupal Sites und über 4.500 Module. Die Gemeinschaft hat bisher sieben Versionen hervorgebracht (1 pro Jahr seit 2003), was um einiges vorhersehbarer und effizienter ist als die meisten der größten Software Unternehmen.

Wenn wir also online mehr Partizipation von Staatsbürgern bei Regierungsabläufen anstreben, ist Drupal sicher ein gutes Werkzeug.
 

Warum wir ein besseres Werkzeug brauchen

Ich habe die Behauptung aufgestellt, für die Entwicklung von Regierungs-Homepages bessere Werkzeuge zu brauchen, weil es bisher kein vernünftiges gibt. Andere Werkzeuge, die üblicherweise für solche Seiten eingesetzt wurden, zielen hauptsächlich darauf ab, die Webseiten einfacher entwickeln und verwalten zu können. Das ist die web 1.0 Mentalität.

Wir sprechen hier über die Prinzipien von Open Government deshalb im Kontext von Websites, weil das die wichtigste Schnittstelle zwischen Bürgern und Regierung ist. Es gibt eine unverhältnismäßig große Anzahl an schlechten Beispielen, wie eine Regierungs-Seite nicht gemacht werden sollte. Seiten mit zu viel Text, zu wenig Möglichkeiten zu Partizipation und Kollaboration für Bürger und eingeschränkte Funktionalitäten, welche es gerade noch ermöglichen beschränkte offizielle Informationen an genau bestimmten Stellen zu finden.

Ein System wie Drupal kann Abhilfe schaffen, indem eine bereits fertig konfigurierte Grundstruktur angeboten wird, die genau die richtigen Features enthält:

  • Standardbasierte Templates, die hinsichtlich SEO und Zugänglichkeit helfen
  • Strukturen für Benutzerprofile und –einbindung, um öffentliche Kommentare und Feedback zu erhalten
  • Modulare Funktionen, mit deren Hilfe die Seiten mit neuen Funktionaltäten ausgestattet werden können, ohne jedesmal ein neues Auftragsprojekt starten zu müssen.
  • Social Media und Netzwerkintegration, die zu Beteiligung und gemeinsamer Nutzung ermutigen
  • Semantic Web Standards, mit denen eine Verbindung zu anderen behördlichen Datenquellen hergestellt werden kann

Demnach sollten wir unsere neuen Regierungs-Seiten mit einem System starten, das jetzt funktioniert, nicht teuer ist und naturgemäß die Qualitäten und Charakteristika aufweist, die wir für die Open Government Direktive brauchen.
 

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Reprint permission & Copyright by Jeff Walpole, Phase2 Technology

Original: Drupal: The New Gov 2.0 Site Builder?
German: Drupal als neuer Gov 2.0 Site Builder

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